Auf dem sprachlichen Gymnasium schenken wir unseren Schülern mit dem Erlernen moderner Fremdsprachen weit mehr als nur Worte und Grammatik. Eine Sprache öffnet Türen zu neuen Kulturen, zu Freundschaften über Grenzen hinweg und zu einem tieferen Verständnis für die Vielfalt unserer Welt.
Unsere Schüler lernen ab der 5. Jahrgangsstufe die „Mutter Latein“ kennen, deren romanische „Töchter“ Französisch und Italienisch dann als dritte Fremdsprache (ab der 8. Jahrgangsstufe) mit größerer Leichtigkeit erlernt werden können.
Unsere sprachliche Ausbildungsrichtung bietet Ihrem Kind einen Raum, in dem Sprache lebt. Hier wird Französisch oder Italienisch nicht nur gelernt, sondern mit allen Sinnen gefühlt – in Gesprächen, Liedern, Geschichten, Filmen, Begegnungen, Reisen nach Frankreich und Italien, Kulinarik…
Für Kinder und Jugendliche bedeutet Mehrsprachigkeit vor allem eines: Selbstvertrauen. Sie erleben früh, dass sie sich ausdrücken können, verstanden werden und in einer anderen Sprache als ihrer Muttersprache erfolgreich sind. Gleichzeitig fördert das Sprachenlernen nachweislich das Denkvermögen, das Gedächtnis und die soziale Kompetenz – wichtige Grundlagen für alle weiteren Schulfächer und für das Leben nach der Schulzeit.
Für Eltern bedeutet die sprachliche Ausbildungsrichtung zugleich Sicherheit und Perspektive. Ihre Kinder erhalten eine solide, zukunftsorientierte Bildung, die ihnen vielfältige Wege eröffnet – sei es im Studium, im Beruf oder im internationalen Umfeld. Mehrsprachige Kinder sind flexibler, selbstständiger und besser auf eine global vernetzte Welt vorbereitet. Doch vor allem schenkt sie Ihren Kindern Offenheit und Mut: den Mut, Neues zu entdecken und der Welt mit wachen Augen und einem offenen Herzen gegenüberzutreten.
Die Entscheidung für die sprachliche Ausbildungsrichtung ist eine Entscheidung für Bildung, menschliches Miteinander und Zukunft.


















Rechtschreibung und Kommasetzung sind wichtig – das Fach Deutsch will aber mehr: Es ist laut LehrplanPLUS ein Leitfach der gymnasialen Bildung. Denn nur durch den souveränen Umgang mit der eigenen Sprache gelangen unsere Schülerinnen und Schüler zu „Selbstbestimmung, Welterschließung, Toleranz und Teilhabe am kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Geschehen der Zeit.”
Auf dem Weg dahin lernen sie im Deutschunterricht, Texte genau zu lesen und Informationen kritisch zu hinterfragen. Anhand von Literatur und Film beschäftigen sie sich mit unserem kulturellen Erbe, setzen sich mit den Grundfragen des menschlichen Lebens auseinander und entwickeln Empathie. Gleichzeitig will der Deutschunterricht sie dazu befähigen, auch ihre eigenen Gedanken strukturiert und adressatengerecht zu Papier – oder auf den Bildschirm – zu bringen, sodass sie im Laufe der Jahre lernen, ihre Meinung immer überzeugender zu vertreten und – mündlich oder schriftlich – wirksam zu argumentieren.
Ein tiefer Blick in das „System Sprache”, also die Grammatik, ist dabei in allen Jahrgangsstufen unverzichtbar, um deren Wirkmechanismen und Manipulationen zu durchschauen. Und natürlich spielen – auf all den genannten Feldern – der gezielte Einsatz und der reflektierte Umgang mit den digitalen Medien eine wichtige Rolle im Deutschunterricht.
Um unseren Schülerinnen und Schülern über den Unterricht hinaus Zugänge zur Beschäftigung mit Sprache, Literatur und Medien zu ermöglichen, organisiert die Fachschaft Deutsch unter anderem Autorenlesungen für die verschiedenen Altersstufen, Theaterbesuche im Stadttheater, Gastspiele in der Aula, die Teilnahme an Wettbewerben und Medienkompetenztagen, Exkursionen (z. B. nach Weimar), Besuche in der Buchhandlung und Workshops zum Thema „Pressefreiheit“.