Salve! – Sei gegrüßt!
Mit Latein lernst du nicht nur eine neue Sprache, sondern zugleich auch eine ganz neue Welt kennen – die des antiken Rom. Bei deiner Entdeckungsreise durch die Welt des Altertums wirst du einige Gemeinsamkeiten, aber noch mehr Unterschiede zu unserer heutigen Zeit feststellen.
Viel Spaß mit Latein!
Χαῖρε – Hallo!
Mit Griechisch tauchst du ein in eine andere, spannende Welt. Und du wirst überrascht sein, wieviel diese Welt mit dir zu tun hat.
Viel Freude dabei!
Am Celtis-Gymnasium begibst du dich mit modernen Lehrbüchern, neuen Computerprogrammen und dem Internet auf Entdeckungsreise in das antike Rom und dir werden vielfältige Möglichkeiten der außerunterrichtlichen Arbeit geboten:
Darüber hinaus hast du die Möglichkeit zur vertieften Auseinandersetzung mit spezifischen Themen im Rahmen des unterrichtlichen Arbeitens:
Latein ist nicht nur eines der ältesten Schulfächer in Deutschland und Europa, sondern auch eine wichtige Größe am Celtis-Gymnasium, wo du die Sprache ab der 5. Klasse lernst.
Rom, die Hauptstadt Italiens wurde der Sage nach im Jahre 753 v. Chr. von Romulus in der Landschaft Latium gegründet und gab den Römern ihren Namen. Von der Landschaft Latium und ihren Bewohnern, den Latinern, hat die Sprache der Römer ihren Namen erhalten – Latein. Diese Sprache wurde nicht nur über Jahrhunderte hinweg gesprochen, sondern man hat auch in ihr literarische Werke aufgeschrieben – in dem lateinischen Alphabet, das wir bis heute benutzen. Im Laufe der Jahrhunderte dehnten die Römer ihr Reich über das gesamte Mittelmeer und sogar bis ins heutige Deutschland und Großbritannien aus. Sie hinterließen in diesen Ländern Tempel, Theater, Thermen, Straßen und Brücken, und viele Völker übernahmen auch die Sprache der Römer. Noch lange Zeit nach dem Zerfall des römischen Reiches lebte Latein weiter: in der Kirche, als Sprache der Verwaltung und Gerichte und besonders als wichtige Sprache der Wissenschaft.
Latein war wie keine zweite Sprache mehr als 1000 Jahre lang geeignet, die Welt zu erfassen. Das erkannten die Iberer und Kelten, die germanischen Wandalen und Westfranken und wurden zu Lateinern. So brachte die Mutter der Sprachen, Latein, ihre quicklebendigen Töchter zur Welt: Italienisch, Spanisch, Französisch. Und bis heute gilt: Wer Latein lernt, findet leichter Zugang zu Wortschatz und Struktur romanischer Sprachen. Auch Englisch steht in enger Beziehung zur Sprache der Römer: ca. 60 % des englischen Wortschatzes lassen sich von ihr ableiten.
Wenn du Latein lernst, absolvierst du zugleich auch ein Training deiner Muttersprache. So übst du beim Übersetzen von lateinischen Texten genau hinzusehen, geeignete Wörter und Ausdrücke zu suchen, sie zu prüfen und auszuwählen. Auf diese Weise kannst du deine Lesefähigkeit, sprachliche Beweglichkeit und Sicherheit im Ausdruck üben und verbessern. Außerdem verstehst und beherrschst du viele Wörter, die stark durch Latein geformt sind, etwa in Fremdwörtern (z. B. Fraktur, Demonstration, Minister, legal, Interesse) und Lehnwörtern (z. B. Fenster, Wein, Mauer).
Griechischfest am Celtis-Gymnasium
Knapp 90 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe waren der Einladung der beiden Griechischlehrer am Celtis-Gymnasium gefolgt. Eröffnet wurde das Griechischfest mit einem Sirtaki, den Herr Arnold und Herr Engel – passend zum Anlass in griechischer Tracht gekleidet – auf der Aulabühne vortanzten. Es dauerte nicht lange, und alle anwesenden Schülerinnen und Schüler tanzten begeistert mit. Anschließend berichtete unser Schulleiter Herr Jäger von seiner Reise nach Athen zu Beginn dieses Jahres und zeigte dazu beeindruckende Fotos, die Lust darauf machten, selbst einmal nach Griechenland zu fahren. Und dann gab es das, was bei einem Griechischfest auf gar keinen Fall fehlen darf: griechisches Essen. Herr Arnold hatte Pita, Tsatsiki, Hackfleischbällchen und andere Leckereien zubereitet, das P-Seminar der 11. Jahrgangsstufe unter Leitung von Frau Schwarz half beim Servieren.
Frisch gestärkt machten sich die Schülerinnen und Schüler dann in Gruppen auf eine Runde durch vier verschiedene Stationen, an denen die Griechischfachschaft von Frau Ledermann und Frau Schwarz unterstützt wurden: Man konnte mit Hilfe einer Geheimscheibe die griechischen Buchstaben entziffern, bei einem Computerquiz „griechischer Held“ werden, seine Sagenkenntnisse unter Beweis stellen und in der Turnhalle „Olympionike“ werden. Zum Schluss wurde in der Aula nochmals beinahe ausgelassen Sirtaki getanzt.
Andreas Engel
Warum hast du damals Griechisch?
Ich habe mich damals für Altgriechisch entschieden, weil mich die griechische Philosophie interessierte und weil ich aus dem Lateinunterricht schon wusste, dass mir das Übersetzen von Texten Spaß macht. Bei Altgriechisch denken viele wahrscheinlich zuerst an eine neue Schrift, Grammatik und Vokabeln. Natürlich spielen diese sprachlichen Grundlagen, vor allem am Anfang, eine große Rolle. Das eigentlich Spannende am Griechischunterricht war für mich aber die Mischung geschichtlichem Hintergrundwissen, logischem Denken und Kreativität, die es braucht, um antike lexte zu entzittern und so zu ubersetzen, dass man sie auch heute noch versteht.
Was hat dir am Griechischunterricht besonders gefallen?
Durch die kleinen Klassen konnte man sich im Griechischunterricht viel tiefgehender mit verschiedenen Texten und Autoren beschäftigen, als das in anderen Fächern möglich gewesen wäre. Da die griechische Grammatik der lateinischen zum Teil ähnelt, kommt man beim Sprachenlernen schnell voran und kann schon in vergleichsweise kurzer Zeit Originaltexte lesen.
Die Mythen, Theaterstücke oder philosophischen Abhandlungen, mit denen man sich im Griechischunterricht beschaftigt, sind vielleicht alt, aber sie behandeln Fragen, die nach wie vor aktuell sind: Wie ist die Welt um uns herum beschaffen? Gibt es ein Schicksal? Wie sollte eine gerechte Gesellschaft aussehen? Und vieles mehr. Indem wir uns damit auseinandersetzen, wie Menschen vor über zweitausend Jahren über diese Fragen nachgedacht haben, können wir sehr viel über uns und unsere heutige Zeit lernen.
Das heißt übrigens nicht, dass wir in Griechisch nur” alte Texte gelesen haben. Herr Arnold und Herr Engel haben immer Wert darauf gelegt, den Unterricht anschaulich zu gestalten, z.B. mit gemeinsamen Besuchen von Ausstellungen oder Theateraufführungen mit Bezug zum antiken Griechenland.
Was hat es dir persönlich gebracht Griechisch zu lernen?
Nach dem Abitur habe ich Ethnologie und Politikwissenschaft studiert und mich spater auf internationale Klimapolitik spezialisiert. Aktuell arbeite ich in einem Projekt der Bundesregierung, das Länder im Globalen Süden dabei unterstützt, sich finanziell gegen die Folgen des Klimawandels abzusichem – eine latigkeit die viel interkulturelle Kompetenz und diplomatisches Geschick erfordert. Die Verbindung ist vielleicht nicht auf den ersten Blick ersichtlich, aber ich bin mir sicher, dass mich viele der „Soft Skills”, die ich durch den Griechischunterricht aufbauen konnte, wie Sprachgefühl der ein allgemeines Verständnis für politische und geschichtliche Zusammenhange, auch im Berufsalltag weiterbringen.
Hattest du im Studium bzw. beruflich auch Nachteile, weil du Griechisch gelernt hast?
Auf keinen Fall. Ich hatte mich damals in der zehnten Klasse für Spanisch als spätbeginnende Fremdsprache entschieden, das heißt nach dem Abitur hatte ich trotz Griechisch zwei moderne Fremdsprachen, die ich mehr oder weniger gut sprechen konnte. Durch Sprachkurse an der Uni und Auslandsaufenthalte konnte ich diese Sprachkenntnisse dann relativ einfach weiter ausbauen.
Meine Mitschüler innen aus dem Griechischunterricht haben nach der Schule ganz verschiedene Richtungen eingeschlagen. Soweit ich weiß haben einige Medizin studiert, andere BWL oder
Ingenieurwissenschaften. Man ist durch Griechisch also auf keinen Fall auf eine sprachliche oder kulturwissenschaftliche Laufbahn festgelegt.
Würdest du Schülern heute raten, Griechisch zu lernen? Warum?
Ich würde allen Schüler*innen, die Interesse an Geschichte, Philosophie oder Sozialkunde haben und denen Latein nicht zu schwer fällt, empfehlen Griechisch zu lernen. Der Altgriechischunterricht ist meiner Ansicht nach eine einmalige Chance, weil es später an der Uni oder im Beruf oft leider nicht mehr so einfach möglich ist, sich so ausführlich mit einer bestimmten Sprache und Kultur auseinanderzusetzen. Es sei denn, man möchte Lehrer oder Professorin für Alte Sprachen werden
– aber dann sollte die Entscheidung ja sowieso schon klar sein.