Unsere Schüler Leo Kneuer (9b) und Elias Walter (11b) hatten am 06. Januar 2026 die Ehre, als Sternsinger ihrer Pfarrei Hesselbach den Segen ins Bundeskanzleramt nach Berlin zu bringen.
Begleitet wurden sie von ihren Freunden Linus Hümpfner und Clara Menninger sowie von der ehemaligen Celtis-Schülerin Lisa Vierengel, die gemeinsam mit Daniela Kneuer die Sternsinger betreute.
Leo und Elias berichten von ihrem besonderen Erlebnis:
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte für den 06. Januar 2026 Sternsingergruppen aus ganz Deutschland nach Berlin eingeladen, um den Segen für das Bundeskanzleramt zu empfangen. Wir Hesselbacher Sternsinger hatten uns als Vertreter des Bistums Würzburg bereits im Oktober 2025 darum beworben. Aus jedem der 27 deutschen Bistümer wurde eine Pfarrei ausgelost, die mit je vier Sternsingern nach Berlin reiste. Organisiert wird der Empfang vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Bereits seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen ins Bundeskanzleramt.
Leider war Bundeskanzler Merz wegen eines wichtigen politischen Termins in Paris kurzfristig verhindert und ließ aber von seinem Vertreter wertschätzende Grüße ausrichten. Stellvertretend empfing uns Herr Minister Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts. Minister Frei fand viele lobende Worte für die engagierten Kinder und Jugendlichen. Er war selbst neun Jahre Sternsinger. Er machte mehrfach in seiner Ansprache deutlich, wie sehr er das Engagement der vielen Könige schätzt, die sich an der Aktion Dreikönigssingen beteiligen. „Bildung und die Chance, lernen zu dürfen, ist die Voraussetzung, dass man dann wirklich ein selbstbestimmtes Leben führen kann“, machte der Chef des Bundeskanzleramts deutlich: „Ihr seid damit auch ein Vorbild für viele Gleichaltrige. Und Ihr seid auch ein Vorbild für viele Erwachsene, weil Ihr selber etwas tut und auf die Probleme in der Welt hinweist.“
Die Sternsingeraktion ist auch in Hesselbach ein fester Bestandteil unseres Gemeindelebens. Rund um den Dreikönigstag laufen wir von Haus zu Haus, schreiben den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ an die Haustür und sammeln Spenden für Kinder in Not. Zuvor treffen wir uns, schauen gemeinsam den aktuellen Film zum Schwerpunktland, probieren Gewänder an, üben die Sprechtexte und Gesänge und teilen die Gruppen ein. Für uns ist es nur ein Tag Aufwand, an dem wir durch den Ort laufen und Geld sammeln. Damit können wir andere Kinder fröhlich machen.
„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ lautete das Motto der 68. Aktion Dreikönigssingen. Die Aktion bringt uns Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Das Dreikönigssingen 2026 ermutigt uns, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen und eine gerechtere Welt zu gestalten. Seit dem Start der Aktion 1959 kamen beim Dreikönigssingen insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Mit den Mitteln aus der deutschlandweiten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Für uns Hesselbacher Sternsinger wird der Termin in Berlin in jedem Fall im Gedächtnis bleiben. Es war zwar zunächst sehr enttäuschend, als wir erfuhren, dass der Bundeskanzler nicht an dem Termin teilnehmen konnte, trotzdem war es eine sehr schöne Zeit in Berlin. Wir haben viele neue Leute kennengelernt und einen Eindruck von der Stadt Berlin bekommen, z.B. beim Besuch des Brandenburger Tors und der Weltzeituhr am Alexanderplatz. Besonders beeindruckt waren wir von der Führung im Reichstagsgebäude.
In Berlin dabei waren:
Elias Walter, Leo Kneuer, Linus Hümpfner, Clara Menninger
sowie unsere Begleiterinnen
Lisa Vierengel und Daniela Kneuer.
Leo Kneuer (9b) und Elias Walter (11b)